Montag, 28. Mai 2012

Mit meinen Augen: Marveld 27.-28.05.2012

Ein erholsames Pfingstwochenende auf dem Campingplatz in Holland...


























Gutzuwissen

Mittwoch, 18. April 2012

SPD? Ist mir wurscht...

Gerne verwendet man die Redewendung "sich zur Wurst machen", alternativ zum "sich zum Deppen" oder "sich zum Idioten" machen. 
Von daher kann ich dem aktuellem Wahlplakat der SPD vollständig zustimmen:



Dann finde ich auch die Bedeutung der Redensart "Das ist mir Wurst" ganz passend: Laut dem freiem Wörterbuch "Wiktionary" steht sie für "Das ist mir egal".

Oder, um in den Worten von "Welt-Online" zu sprechen: "Inhaltslosigkeit mit Soße..."




Gutzuwissen


PS: Zu diesem Thema verweise ich zusätzlich auf alten Kram aus meiner Textsammlung: 
SPD Parteitag 2011, oder: Wer wird der Li-La-Launebär?

Sonntag, 8. April 2012

Das BILD-Wunder


Für Wunder ist die BILD-"Zeitung" ja eigentlich immer zu haben. Manchmal bin ich aber wirklich erstaunt, wie sehr die Macher dieses Blattes die Realitäten verbiegen, um an ein Wunder zu kommen.

Diesmal mussten die Opfer der Schlecker-Insolvenz herhalten, damit die BILD am Ostersonntag ein Wunder melden konnten: 


"Schlecker-Wunder! Zwölf Frauen haben schon einen neuen Job"

11.200 Beschäftigte haben vor rund drei Wochen ihre Kündigung von Schlecker erhalten, davon 2346 in NRW (auf das sich dieser "Artikel" bezieht).
Laut BILD haben davon nun 12 (in Worten: zwölf!) einen neuen Job.
Das sind also rund 0,5% der betroffenen Frauen. 
Wie zynisch muss ein Mensch sein, der aus der Tatsache, das 2334 Menschen (99,5%) also noch keinen neuen Job gefunden haben, eine solche Schlagzeile zu texten?


In dem "Artikel" zum "Schlecker-Wunder zum Osterfest" (Originalzitat aus dem "Artikel") heißt es weiter:
"Doch nach dem ersten Schock wurde Sonja Thomas aktiv: „Schon zwei Tage später habe ich meine Bewerbungen abgeschickt.“Und tatsächlich: „Nach einer Woche hatte ich das erste Vorstellungsgespräch, unterschrieb am 28. März meinen neuen Arbeitsvertrag.“ Seit 1. April ist sie wieder in Lohn und Brot, arbeitet in einem Supermarkt mit großer Drogerie-Abteilung. „Natürlich musste ich Abstriche machen“, sagt sie. „Ich habe keine leitende Funktion, arbeite nicht mehr in Vollzeit. Mein Vertrag läuft über 25 Stunden.“Aber Sonja Thomas ist happy. „Die Kollegen sind nett. Mein Chef ist toll. Rückblickend war die Insolvenz ein Glück für mich. Als ich den Laden am 24. März zum letzten Mal abgeschlossen hatte, fing für mich ein neues Leben an.“

Wer sich nach dieser unglaublichen Überschrift dann noch mit dem nachfolgendem Text beschäftigt, bekommt  also als "Botschaft" mitgeteilt, man müsse sich nur bemühen, ein paar Abstriche machen, dann wird das schon wieder. 


Da frage ich mich allerdings:
  • Haben sich die 2334 Menschen, die noch keine neue Arbeit gefunden haben, etwa noch nicht bemüht?
  • Wenn man sich die Arbeitsbedingungen von Schlecker in Erinnerung ruft: Was für Abstriche sollen die ehemaligen Mitarbeiterinnen denn noch hinnehmen? Am Lohn? 
Offen gesagt, kommt mir die Galle hoch, wenn ich einen so zynischen "Artikel" lese, der prima in die sonstige Reihe der Schlagzeilen über "Job-Wunder" und ähnliches passt, mit denen die "Bild" ihre Leser gerne beglückt.


Für mich ist das eigentliche Wunder eher, dass es immer noch über 2,5 Millionen Menschen sind, die die BILD täglich kaufen, und über 12 Millionen, die das Blatt lesen.
Die Macher schreien ihrem Leser täglich mit voller Wucht entgegen, wie sehr sie ihn verachten.

Und am nächsten Tag wieder und wieder und wieder... 
Aber die Leute kaufen und lesen die BILD immer wieder und wieder und wieder...


Frohe Ostern!

Gutzuwissen

Donnerstag, 23. Februar 2012

Die deutsche Tankstellenrevolution!

Na, da werden die Öl-Multis aber vor Schreck richtig panisch geschaut haben, als sie gehört haben, dass am 1.3.2012 die jungen Facebook-Revolutionäre nicht tanken fahren werden...
Aber mal im Ernst: Was soll das denn? Fehlt nur noch bei dem Aufruf der Hinweis, auf jeden Fall am Vortag ein paar Liter mehr zu tanken, damit man auch sicher mit dem Sprit durch den Tag kommt.
Den Herren Shell und Esso ist es völlig egal, wann sie ihr flüssiges Gold verkaufen. Entscheidend ist nur, dass sie es verkaufen.
Bluten werden einzig die Tankstellenpächter, die an dem Tag keinen Umsatz mit Cola, Kippen und Sexzeitungen machen werden. Darauf sind die aber dringend angewiesen, denn vom Treibstoff können die sicher nicht leben.
Eine Aktion, die wirklich einen Effekt haben könnte, wäre es, das Auto einen Tag stehen zu lassen und nur mit öffentlichen Verkehrsmittel (oder Fahrrad, Rollschuhe, Tretroller usw.) zu fahren. Das würde den Kraftstoffverbrauch spürbar senken und ein Chaos verursachen, dass entsprechende Aufmerksamkeit schafft. So käme möglicherweise eine wirkungsvolle Debatte in Gang.
Aber, Moment mal. Das Auto den ganzen Tag stehen lassen? Ach, nöö... Das ist ja doch vielleicht ein wenig zu viel verlangt.
Vielleicht, wenn der Sprit mal über zwei Euro kostet.
Aber auch nur vielleicht...
Die nächste Revolution in Deutschland wird noch sehr lange auf sich warten lassen...

Gutzuwissen

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Sheila E.: Böse, aber sehr lustig...

Mittwoch, 7. Dezember 2011

SPD Parteitag 2011, oder: Wer wird der Li-La-Launebär?



Das war er nun also. Der Parteitag der SPD.
Alle die befürchtet haben, diese Partei, die früher gerne mal als Partei der Arbeiter und der "kleinen Leute" galt, könnte auf die Idee kommen, eine kritische Aufarbeitung ihrer Rolle bei der Entwicklung der Bundesrepublik zu einem Musterland des Turbokapitalismus zu beginnen, können beruhigt aufatmen. 
Selbst der Beschluss, den Spitzensteuersatz auf 49% erhöhen zu wollen, kann man getrost als Baldrian für die "linke Fraktion" bezeichnen. Immerhin war es die letzte sozialdemokratische Regierung unter Kanzler Schröder (gemeinsam mit der FDP den Grünen), die den damals geltenden Spitzensteuersatz von 53% auf 42% gesenkt hatte. Von all den anderen Geschenken an Spitzenverdiener, Unternehmer (z.B. der massiver Ausbau des Niedriglohnsektors durch Hartz 4) und Finanzdienstleister (z.B. die Privatisierung der Rentenversicherung) mal gar nicht zu reden.
Nein, die SPD hat sich mit diesem Parteitag nun endlich sogar optisch von ihrer lästigen Tradition als Arbeiterpartei entfernt und statt dem traditionellem rot auf ein hübsches lila bei dem Design des Parteitags gesetzt. 
Das ist modern, sieht gut aus und sagt: nichts!
So nähert sich diese Partei dem allgemeinem Zeitgeist der andauernden inhaltlichen Verflachung in allen Lebenslagen an und nutzt geschickt den aktuelle Trend der allgegenwärtigen Castingshows. Denn das Einzige, was überhaupt in den meisten Mainstream-Medien als Thema im Zusammenhang mit dem Parteitag berichtenswert war, schien die Frage zu sein: Wer wird der neue Li-La-Launebär?
Oder genauer gesagt: Wer wird der Kanzlerkandidat?
Mich persönlich interessiert es überhaupt nicht, wer diese Rolle bei der nächsten Wahl übernehmen wird. Alle drei Kandidaten stehen für eine Partei, die sich nur in Nuancen von der anderen großen  "Volkspartei" unterscheidet. Und dafür gebe ich meine Stimme sicher nicht.
Aber wäre es nicht eine nette Idee, die SPD-Kandidatenfrage zu einer netten Unterhaltungsshow am Sonntagabend in der ARD zu machen? Moderiert von Günter Jauch? Wegen der politischen Kompetenz und so?
Die Idee könnt ihr geschenkt haben.
Keine Ursache. Gern geschehen...

Gutzuwissen

Samstag, 3. Dezember 2011

Findichgut: Prince // A Purple Reign (BBC FOUR)

Es ist ja kein Geheimnis, das ich ein großer Bewunderer von "Prince" bin. Auf dieser Seite habe ich das schon ein paar mal dezent zu erkennen gegeben...
Ich habe auch schon beschrieben, dass ich nicht in der Lage bin, wirklich umfassend zu beschreiben, worauf die Faszination für diesen Künstler eigentlich beruht. Und eigentlich glaube ich auch nicht, dass überhaupt jemals das Phänomen "Prince" vollständig beschrieben werden kann.
Um so mehr freue ich mich, wenn es wenigstens ernsthaft versucht wird.

Die BBC hat in der vergangenen Woche eine einstündige Dokumentation mit dem Titel "Prince: A Purple Reign" gesendet, die es schafft, immerhin einen Teil dessen zu zeigen, wer dieser Künstler ist und welche enorme Bedeutung er für die Entwicklung der Musik seit dem Ende der siebziger Jahre spielt.
Wer weiss denn z.B. noch, dass "Darling Nikki" von Prince (aus dem Album/Film "Purple Rain") der Auslöser für eine Initiative der Ehefrau des US-Vizepräsidenten Al Gore war, die die Plattenfirmen dazu verpflichtet, Tonträger mit "jugendgefährdendem Inhalt" mit diesem Aufkleber zu versehen, ohne den sich heute kein Rap-Album mehr verkaufen lässt...
Und, als kleine Info von mir am Rande: Rihanna, spielt genau diesen siebenundzwanzig Jahre alten Prince-Song bei ihrer aktuellen Tournee (Youtube-Link).


So kann ich jedem, der sich auch nur im Ansatz für "The Artist" interessiert, diese Dokumentation nur wärmstens ans Herz legen...



Gutzuwissen